Bundeskriminalamt (BKA)

For­schungs- und Beratungs­stelle Terrorismus/Extremismus (FTE)

"Terrorismus verstehen" bedeutet nicht nur, über die Täter Bescheid zu wissen, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen terroristischen Aktionen und der Bevölkerung, den politisch-gesellschaftlichen Entscheidungsträgern und den Medien im Blick zu behalten.

Die im Jahr 2003 gegründete Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus (FTE) beschäftigt sich mit Akteuren des Terrorismus und des Extremismus, dem gesellschaftlichen Umfeld, in dem sie agieren, sowie den Ideologien, die dahinter stehen. Die FTE forscht mit dem Ziel, die Effizienz von Anti-Terror-Maßnahmen zu verbessern und weiterzuentwickeln. Darüber hinaus ist sie Ansprechpartner für die Kriminalprävention im Bereich Terrorismus und Extremismus. Sie wirkt in unterschiedlichen Bund-Länder Projektgruppen und in den Arbeitsgruppen der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes mit. Dabei bringt sie ihre wissenschaftliche Expertise in die Entwicklung von zielgerichteten und effektiven Präventionsmaßnahmen ein.

In der Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus arbeiten Kriminalbeamtinnen und -beamte und Wissenschaftler/-innen aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen zusammen. Durch die Verbindung polizeilicher Fachkenntnisse und Praxiserfahrung mit wissenschaftlichem Theorie- und Methodenwissen werden Forschungsergebnisse mit engem Bezug und praktischem Nutzen für die polizeiliche Arbeit erzielt.


Nationale und internationale Vernetzung

Im Bereich der Terrorismusforschung spielt der nationale sowie internationale Wissenstransfer eine bedeutende Rolle. In unterschiedlichen Projekt- und Arbeitszusammenhängen kooperiert die FTE mit Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Als zentrale Kooperationsplattform des Austauschs von sicherheitsbehördlichen und hochschul-universitären Forschern wurde 2007 das European Expert-Network on Terrorism Issues (EENeT) gegründet, dessen Geschäftsstelle bei der FTE angesiedelt ist. Hierbei handelt es sich um ein internationales multidisziplinäres Netzwerk mit rund 190 Mitgliedern aus 24 europäischen Ländern.