Bundeskriminalamt (BKA)

Das Kriminaltechnische Institut des BKA arbeitet eng mit verschiedenen Behörden und Institutionen im In- und Ausland zusammen. Dabei nimmt es vielfältige Rollen ein und Aufgaben wahr: Es ist Koordinator, Entwickler, Vermittler, Aus- und Fortbilder, Ausstatter kriminaltechnischer Laboratorien weltweit sowie Fachberater und Vorreiter für neue Wege.

Partner und Kunden

Engste Partner und Kunden zugleich sind die Polizeien der Länder und deren kriminaltechnische Einrichtungen sowie die Fachabteilungen des BKA selbst. Hinter den Dienststellen des Bundeskriminalamtes steht in vielen Fällen eine Staatsanwaltschaft als eigentlicher Auftraggeber. Teilweise beauftragen die Gerichte die Sachverständigen des Kriminaltechnischen Instituts des BKA auch direkt mit kriminaltechnischen Untersuchungen.

Partner und Kunden

Wichtige forensisch tätige Partner sind außerdem die Rechtsmedizinischen Institute oder bestimmte Einrichtungen des Zolls.

Je nach Fragestellung können bei der Fallarbeit oder der Zusammenarbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten Universitäten, Wirtschaftsunternehmen oder Forschungsinstitute Kooperationspartner sein.

Viele Arbeitskontakte bestehen ferner zu verschiedenen Ministerien wie dem Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium der Verteidigung, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und nachgeordneten Behörden, beispielsweise der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, den Ausländerbehörden und Wehrwissenschaftlichen Instituten.

Mit den Ansprüchen einer internationalen Strafverfolgung erlangt auch der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag als Auftraggeber für das Kriminaltechnische Institut des BKA zunehmend Bedeutung.

Gremien

Auf nationaler Ebene ist eine geregelte Kommunikation der kriminaltechnischen Einrichtungen durch die polizeiliche Gremienstruktur sichergestellt. Hier gibt es spezielle Kommissionen, die nationale Steuerungs-, Koordinierungs-, Impuls- und Kontrollfunktionen ausüben.

Internationale Zusammenarbeit

Auch international ist das Kriminaltechnische Institut aktiv und arbeitet mit verschiedenen Partnern eng zusammen.

So ist das BKA beispielsweise Mitglied des European Network of Forensic Science Institutes (ENFSI). ENFSI gehören mehr als 60 Laboratorien aus über 35 Ländern an. Das Herz dieses Zusammenschlusses bilden die 17 europäischen Experten-Arbeitsgruppen, die bei der Standardisierung von kriminaltechnischen Untersuchungsmethoden und gemeinsamen Entwicklungsvorhaben wichtige Arbeit leisten.

Unter den vielen internationalen forensischen Gesellschaften, mit denen das BKA in Kontakt steht, ist außerdem die International Association of Forensic Sciences (IAFS) von Bedeutung. An den Tagungen der IAFS sind regelmäßig Wissenschaftler des BKA mit eigenen Präsentationen beteiligt.

Aus- und Fortbildung

Das Kriminaltechnische Institut des BKA führt außerdem Aus- und Fortbildung für Sachverständige, Richter, Staatsanwälte, Strafverteidiger und Führungskräfte der Polizei durch. Kunden sind demnach auch die Anbieter von Sachverständigenausbildungen wie das Bildungszentrum des Bundeskriminalamtes, Polizeifachhochschulen, die Deutsche Hochschule der Polizei, die Richterakademien und die Strafverteidigervereinigungen.