Bundeskriminalamt (BKA)

Das Kriminaltechnische Institut des BKA ist seit über zehn Jahren akkreditiert. Dies ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Untersuchungsergebnisse und führt zu internationaler Akzeptanz deutscher Gutachten.

Leitgedanke

Leitgedanke des Kriminaltechnischen Instituts des BKA ist die kompetente Bearbeitung forensischer Fragestellungen auf dem Stand der kriminaltechnischen Wissenschaften unter optimaler Ausnutzung der Ressourcen.

Akkreditierungen

Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17020:2004 vom 03.02.2011

Das Kriminaltechnische Institut ist seit März 2006 nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17025:2005 (Prüflabor) und seit Juni 2007 nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17020:2004 (Inspektionsstelle) akkreditiert und erfüllt damit auch die Voraussetzungen für die seit 1995 bestehende Mitgliedschaft im European Network of Forensic Science Institutes (ENFSI).

Was bedeutet Akkreditierung?

Akkreditierung bedeutet den Nachweis gegenüber  der behördengleichen Deutschen  Akkreditierungsstelle (DAkkS), dass die überprüften Tätigkeiten
a) fachlich kompetent erbracht werden
b) hinsichtlich ihrer Qualität und Sicherheit verlässlich sind
c) einem technischen Mindestniveau entsprechen und
d) mit den Vorgaben entsprechender Normen konform sind


Qualitätsmanagement

Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 vom 03.02.2011 Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 vom 03.02.2011 Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 vom 03.02.2011

Der eigenständige Arbeitsbereich Qualitätsmanagement ist das Bindeglied zwischen dem Kriminaltechnischen Institut des BKA und der DAkkS. Er ist zuständig für die Umsetzung, Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems, insbesondere der Akkreditierungsvoraussetzungen nach den Normen DIN EN ISO/IEC 17025 und DIN EN ISO/IEC 17020.

Das Qualitätsmanagement vertritt darüber hinaus die Interessen des Kriminaltechnischen Instituts des BKA und der deutschen Polizei durch die Mitgliedschaft in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien und berät in- und externe Bedarfsträger in Fragen des Qualitätsmanagements.

Akkreditierungsumfang

Der Kompetenznachweis gemäß den Normen DIN EN ISO/IEC 17025 und DIN EN ISO 17020 umfasst die Bereiche:

a) Allgemeine Biologie
b) Beschichtungsstoffe
c) Bodenkunde
d) Branduntersuchung
e) Daktyloskopie
f) Elektronik
g) Explosivstoffe und Zündmittel
h) Informations- und Kommunikationstechnik (IuK)
i) Forensische Chemie
j) Forensische Genetik (DNA-Spuren, Vergleichsproben)
k) Fotodokumentation / Bildbearbeitung
l) Materialuntersuchungen
m) Schussrückstandsuntersuchungen
n) Schrift, Sprache, Stimme
o) Tatortarbeit
p) Textilkunde
q) Technische Formspuren
r) Urkunden
s) Vergleichende Glasuntersuchungen
t) Waffen, Munition und Ballistik

Dabei werden u.a. folgende Verfahren angewendet

1) Arbeit and Tat- / Brand- / Ereignisorten
2) Bewertungen / Beurteilungen
3) Bildgebende spektralselektive Verfahren
4) Brechungsindexbestimmung
5) Chromatographie
6) Digitale Signalverarbeitung
7) Datensicherung und Datenträgerauswertung
8) Elektroseparative Verfahren
9) Korngrößen-Analyse
10) Massenspektrometrie
11) Handschriftenvergleich
12) Herstellerbestimmungen
13) Kriminaltechnische Fotografie
14) Linguistische Textuntersuchungen
15) Messung physikalischer Größen
16) Mikroskopie
17) Molekulargenetische Untersuchungen
18) Polymerase-Kettenreaktion
19) Rasterelektronenmikroskopie
20) Röntgendiffraktometrie
21) Röntgenfluoreszenzanalyse
22) Sammlungsvergleich (elektonisch und optisch)
23) Spektroskopie
24) Spreng- und Zündmitteluntersuchung
25) Stimmenuntersuchung
26) Suche und Sicherung daktyloskopischer Suren und Vergleichsmaterial / AFIS-Recherche
27) Thermoanalytische Methoden
28) Urkundenuntersuchung
29) Waffentechnische Untersuchungen
30) Wirkungsbeurteilung von Sprengstoffen
31) Wiedersichtbarmachung von Eintragungen / Druckrillen