Bundeskriminalamt (BKA)

Er­ken­nungs­dienst

Erkennungsdienstliche Maßnahmen sind in der polizeilichen Arbeit unentbehrlich. Sie helfen bei der Identifizierung von Tätern und dem Erkennen von Tatzusammenhängen.

Fingerabdrücke

Der Fingerabdruck ist ein unveränderliches und individuelles Merkmal eines jeden Menschen. Das macht ihn für die kriminalistische Arbeit besonders interessant.

Hinterlässt ein Täter an einem Tatort Fingerabdrücke, kann dies entscheidend zu seiner Identifizierung und Überführung beitragen.

Automatisiertes Fingerabdruck-Identifizierungs-System (AFIS)

Mit dem Automatisierten Fingerabdruck-Identifizierungs-System (AFIS) hält das BKA einen wichtigen Service für die deutsche Polizei bereit. AFIS ermöglicht es, unbekannte Fingerabdruckspuren, die z.B. an einem Tatort hinterlassen wurden, mit bereits bekannten Fingerabdrücken abzugleichen. Tatverdächtige können so schnell identifiziert, Unschuldige entlastet oder Tatzusammenhänge aufgedeckt werden.
Datengrundlage von AFIS sind die sog. Fingerabdruckblätter, die erstellt werden, wenn die Polizei Erkennungsdienstliche Maßnahmen durchführt. Monatlich werden von den deutschen Polizeidienststellen rund 30.000 solcher Fingerabdruckblätter zur Auswertung an das BKA übersandt. Natürlich werden die Bestände auch regelmäßig bereinigt, sodass derzeit Fingerabdrücke von 3,2 Millionen Personen und Handflächenabdrücke von ca. 900.000 Personen im AFIS gespeichert sind.

Fast-ID

Seit Anfang 2006 ist es möglich, einen Abgleich mit AFIS vor Ort, z.B. von einem Streifenwagen aus, durchzuführen. Im Rahmen des sog. Fast-ID Verfahrens werden die Fingerabdrücke mit einem Fingerscanner genommen und sofort im AFIS recherchiert. Das Antwort-Zeit-Verhalten beträgt zwischen einer und drei Minuten. Fast-ID wird im allgemeinen Streifendienst und auch bei Großveranstaltungen (Fußballspiele, Konzerte etc.) oder Razzien genutzt.

Lichtbilder

Zu einer "erkennungsdienstlichen Behandlung" gehören nicht nur die Abnahme von Fingerabdrücken, sondern auch das Fertigen von Lichtbildern und die Beschreibung der Person. Derzeit sind über 4,6 Millionen Lichtbilder von ca. 3,2 Millionen verschiedenen Personen und ca. 3,3 Millionen Personenbeschreibungen in INPOL gespeichert. Durch den direkten Zugriff auf INPOL stehen die Lichtbilder sowie Personenbeschreibungen so allen deutschen Polizeidienststellen sofort und aktuell zur Verfügung.