Bundeskriminalamt (BKA)

Wohnungs­einbruch­diebstahl

Der Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) ist ein Delikt, das das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt. Neben dem materiellen Schaden leiden die Opfer nicht selten unter teilweise langfristigen psychischen Problemen, die durch das Verletzen der Privatsphäre und die Furcht vor einem erneuten Einbruch mit einer möglichen Täterbegegnung verursacht werden.

Angesichts der in den letzten Jahren gestiegenen Fallzahlen hat die Bekämpfung des WED bei den Polizeien der Länder und des Bundes sowohl im repressiven als auch im präventiven Bereich eine hohe Priorität.

Wo und wann geschehen die meisten Einbrüche?  

Schwerpunkte sind Metropolen und städtische Regionen sowie Gegenden entlang von Fernstraßen. Jahreszeitlich gesehen gibt es im Winterhalbjahr deutlich höhere Fallzahlen als im Sommerhalbjahr.

Wer sind die Täter?

Unter den ermittelten Tatverdächtigen dominieren nach wie vor deutsche Staatsangehörige und örtlich-regionale Täter. Die örtlich-regionalen Täter sind oftmals polizeibekannt und setzen sich größtenteils aus "älteren Gewohnheitstätern", Banden von Jugendlichen und Heranwachsenden sowie Drogenkonsumenten zusammen, die durch Einbrüche ihre Rauschgiftsucht finanzieren.

Kontinuierlich zugenommen hat jedoch der Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen und von Personen, die aufgrund ihrer Tatort-Wohnsitz-Beziehung als sogenannte "reisende Täter" bezeichnet werden. Häufig stammen sie aus Südost- und Osteuropa.

Bekämpfungsansätze

Um den WED zu bekämpfen, arbeiten die deutschen Sicherheitsbehörden national und international eng zusammen. Bei den Landeskriminalämtern, dem Bundespolizeipräsidium und dem Bundeskriminalamt wurden Koordinierungsstellen "Reisende Täter Eigentum" (Kost RTE) eingerichtet. Bei vielen Länderpolizeidienststellen wurden zudem spezielle WED-Beauftragte/-Koordinatoren eingesetzt.

Prävention

Informationen, wie Sie sich vor Wohnungseinbrüchen schützen können, finden Sie hier.

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