Bundeskriminalamt (BKA)

Kein Tag ist dem an­de­ren gleich, wenn man an ei­nem der größ­ten IT-Pro­jek­te der deut­schen Po­li­zei ar­bei­tet - Die Kar­rie­re von Han­nah J. als Ver­wal­tungs­in­for­ma­ti­ke­rin im BKA

  • Datum:30. August 2017

Die Karriere von Hannah J. im BKA Quelle: BKA

Mein Name ist Hannah, ich bin 24 Jahre alt, Regierungsoberinspektorin und seit 5 Jahren beim Bundeskriminalamt. Im August 2012 habe ich direkt nach dem Abitur mein duales Studium Verwaltungsinformatik beim BKA begonnen.

Verwaltungsinformatik mag sehr abstrakt klingen, die Studieninhalte haben aber mein Interesse direkt geweckt. Bedingt durch meine Leistungskurswahl war für mich klar, dass ich mich beruflich eher technisch orientieren will. Hier bietet der Studiengang Inhalte wie Modellierung, Programmierung, Datenbanken, aber auch Projektmanagement und IT-Sicherheit (um nur einen Teil der Module zu nennen) spannende Inhalte. Gleichzeitig werden juristische Inhalte thematisiert, die die Grenzen des technisch Machbaren abstecken (Verwaltungsrecht, E-Government, Datenschutz, aber auch Einblicke in das Strafrecht). Hinzu kommen 3 Praktika, in denen man das BKA kennen lernt und die Chance bekommt, sich mit der Zeit zu spezialisieren.

Die Ausbildung ist gedacht, um im Anschluss an das Studium als Schnittstelle zwischen den Kommissaren und der Technik zu fungieren. Auch darunter konnte ich mir zunächst wenig vorstellen. Im Rahmen meines Studiums habe ich ein Praktikum bei der Projektgruppe PIAV im Bundeskriminalamt absolviert. Mittlerweile kann ich auch den Begriff "Schnittstelle" verstehen. Ich stelle eine Schnittstelle zwischen der Polizeifachlichkeit und der Technik dar, aber auch zu den einzelnen Verbundteilnehmern.

PIAV ist derzeit eines der größten Polizeiprojekte Deutschlands. Das Zentralsystem ist in der Lage, anhand von fachlich definierten Kriterien Tat-Tat- und Tat-Täter-Zusammenhängen zu erkennen sowie unbekannte Täter zu identifizieren. Die Technik dahinter ist spannend. Das System wird kontinuierlich um weitere Anforderungen erweitert, um perspektivisch möglichst viele Deliktbereiche abbilden zu können.
An der Projektarbeit gefällt mir besonders, dass kein Tag dem anderen gleicht und die Arbeit immer abwechslungsreich ist. So hat sich auch meine Tätigkeit im Projektfluss immer wieder gewandelt: von der Betreuung der einzelnen Verbundteilnehmer im Rahmen der Anbindungstests hin zur Anforderungsanalyse, schließlich das Testen der einzelnen Anforderungen, die Unterstützung im laufenden Wirkbetrieb oder im Rahmen von besonderen Einsatzlagen, aber auch die Anbindung an weitere (internationale) Drittsysteme. Mit der Wirkbetriebsaufnahme von PIAV Stufe 2 Anfang 2018 wartet auch schon die nächste größere Herausforderung.

Momentan kann ich mir einen Wechsel noch nicht vorstellen. Die Arbeit macht Spaß und das Arbeitsumfeld stimmt. Aber wer weiß, was die Zukunft noch bereit hält und wie es für mich weiter geht.


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