Bundeskriminalamt (BKA)

Ab­tei­lung "Zen­tra­les In­for­ma­ti­ons­ma­na­ge­ment und Fahndungen" (ZI)

Der Kriminaldauerdienst (KDD)

Beim Kriminaldauerdienst gehen rund um die Uhr Nachrichten und Meldungen aus dem In- und Ausland ein. Sie werden bewertet, mit Informationen angereichert und zur weiteren Bearbeitung an die zuständigen Stellen im BKA weitergeleitet. Außerhalb der regulären Dienstzeit werden vom Kriminaldauerdienst erste polizeiliche Maßnahmen getroffen, Einsatzkräfte alarmiert oder andere Dienststellen über wichtige Sachverhalte informiert. Der Kriminaldauerdienst ist oft erste Anlaufstelle für Personen oder andere Behörden, die mit dem BKA Kontakt aufnehmen.

Fahndungen

In der Abteilung ZI werden allgemeine Fahndungsgrundsätze erarbeitet, Öffentlichkeitsfahndungen durchgeführt und Fahndungsmaßnahmen von Länderpolizeien unterstützt.

Im Bereich der Zielfahndung wird ermittelt, wo sich Kriminelle, die abgetaucht sind, aufhalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zielfahndung erstellen Persönlichkeitsprofile und verfolgen die Spur der Kriminellen weltweit.

Internationale Fahndungen

Interpol-Logo

Unter der Bezeichnung "Interpol Wiesbaden" beteiligt sich das BKA an internationalen Personenfahndungen und trifft, gemeinsam mit der zuständigen in- und ausländischen Polizei und Justiz, alle erforderlichen Maßnahmen, um die gesuchte Person aufzuspüren.

Bei der SIRENE Deutschland (Supplementary Information Request at the National Entry) werden alle deutschen Fahndungen im Schengener Informationssystem (SIS) bearbeitet. Informationen zu gesuchten Personen oder Sachen werden ins In- und Ausland gesteuert, damit dort weitere Maßnahmen getroffen werden können.

Internationaler polizeilicher Schriftverkehr

Eine weitere Aufgabe der Abteilung ZI ist der internationale polizeiliche Schriftverkehr. Anfragen der deutschen Polizeidienststellen werden von hier aus an ausländische Polizeidienststellen gesteuert und umgekehrt.

Erkennungsdienst

Die Abteilung ZI hält mit dem Automatischen Fingerabdruck-Identifizierungs-System (AFIS) und der DNA-Analyse-Datei wichtige Serviceleistungen für die gesamte deutsche Polizei bereit.

Fingerabdrücke

Automatisierter Fingerabdruckvergleich Automatisierter Fingerabdruckvergleich

Selbst wenn an einem Tatort nur Teile von Fingerabdrücken oder Handflächenabdrücken gesichert werden können, führt ein Vergleich im AFIS die Kriminalisten häufig zum Täter. Mit mobilen Fingerabdruckscannern können Fingerabdrücke heute vor Ort (z. B. im Streifenwagen) mit AFIS abgeglichen und Täter so noch schneller überführt werden.

DNA-Analyse

Immer wichtiger bei der Überführung von Tätern wird die DNA-Analyse. Durch den Abgleich von am Tatort gefunden Spuren mit der bei ZI geführten DNA-Analyse-Datei können Täter überführt werden, selbst Jahre nach dem Verbrechen.

Die Übersetzer und Dolmetscher des BKA

"Last but not least" bedingt internationale Zusammenarbeit Sprachenvielfalt. Die BKA-Beschäftigten werden daher von einem eigenen Sprachendienst unterstützt, der vielfältige Dolmetscher- und Übersetzungsaufgaben wahrnimmt.