Bundeskriminalamt (BKA)

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Ver­ein­te Na­tio­nen - UN­ODC cri­me and cri­mi­nal ju­sti­ce sta­ti­stics

  • Datum:13. Juli 2015

Auch das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) veröffentlicht regelmäßig umfangreiche Statistiken zum Thema Kriminalität.

Einen weltweiten Vergleich von Tötungsdelikten ermöglicht die Homicide Statistics (Statistik zu Tendenzen der Häufigkeit von Tötungsdelikten). Hierbei wird die Zahl der Tötungsdelikte, die auf 100.000 Einwohner kommen, von UNODC sowohl auf der Basis nationaler als auch internationaler Quellen berechnet. In Übereinstimmung mit seinem Mandat, mit nationalen Strafrechtsbehörden zusammen zu arbeiten, konzentriert sich das in Wien ansässige Büro auf deren Daten, die im Bedarfsfall von Zahlen aus dem medizinischen Bereich ergänzt werden. In den meisten Ländern der Welt herrscht generell gute Übereinstimmung zwischen diesen beiden Quellen. Jedoch drücken die Daten zu gewaltsamen Todesfällen von medizinischen und Strafverfolgungs-Einrichtungen feine Unterschiede aus, so dass sie kaum exakt übereinstimmende Zahlen liefern. Dennoch stellt diese Statistik eine wertvolle Quelle dar, um Größenordnungen im länderübergreifenden Vergleich festzustellen. Die Statistik kann ohne eine Registrierung von der Internetseite der UNODC heruntergeladen werden.

Ein weiteres wichtiges Produkt veröffentlicht UNODC mit dem United Nations Surveys on Crime Trends and the Operations of Criminal Justice Systems (CTS). Bei dieser Erhebung werden alle Staaten weltweit zur Meldung von umfangreichen Kriminalitätsstatistiken aufgefordert. Die Daten des CTS sollen nicht nur dem internationalen Kriminalitätsvergleich aus akademischer Sicht dienen, sondern gezielt auch kriminalpolitischen Belangen einzelner Länder, insbesondere Länder, die noch nicht über hochentwickelte statistische Systeme verfügen, aufgreifen. Bisher werden die Daten allerdings nur sehr wenig nachgefragt. Die Daten sind nach Registrierung bei der UNODC kostenfrei abrufbar. Hierzu muss zunächst Name, Vorname und Behörde bei der UNODC hinterlegt werden.

Eine besondere Erwähnung - jenseits der statistischen Belange - verdient das UNODC-UNECE Manual on Victimization Surveys, das von der UNODC-UNECE Task Force on Victimization Surveys in jahrelanger Arbeit erstellt und zwischenzeitlich publiziert wurde. Die umfassende Darstellung all dessen, was bei der Planung und Durchführung von Opferbefragungen zu berücksichtigen ist, ist im Hinblick auf einen internationalen Kriminalitätsvergleich essentiell. Besonders Länder, in denen bisher noch keine Opferbefragungen durchgeführt worden sind, werden von dem Manual, das sich auf die Erfahrungen der Länder mit regelmäßigen Opferbefragungen (z.B. British Crime Survey und National Crime Victimization Survey der USA) stützt, erheblich profitieren.

www.unodc.org bzw.
www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/Crime-Monitoring-Surveys.html?ref=menuside

Da das Auffinden der Dokumente in dem umfangreichen Internet-Angebot der Vereinten Nationen eine komplexe Angelegenheit darstellt, soll die nachfolgende Beschreibung die Zugangsmöglichkeiten erläutern und vereinfachen: