19.11.2009 Das Bundeskriminalamt teilt mit:

Weltweite Brennpunkte der Kriminalität – Auswirkungen auf Deutschland / Herbsttagung des BKA

Einladung für Medienvertreter

Beginn: Mittwoch, 25. November 2009, 14:30 Uhr
Tagungsort: Rhein-Main-Hallen, Rheinstraße 20, 65185 Wiesbaden
Pressekonferenz: Donnerstag, 26. November 2009, 12:15 Uhr

Weltweit ist ein dramatischer Wandel der Kriminalität erkennbar: Tradierte Delikte werden durch veränderte Modi Operandi zu einer neuen Herausforderung, klassische kriminalgeografische Räume durch den virtuellen Raum entgrenzt. Es zeichnet sich ab, dass die Nationalstaaten eine ihrer zentralen Aufgaben – Kriminalitätsbekämpfung – nur gemeinsam bewältigen können. Die Zukunft gehört flexiblen, international abgestimmten, ganzheitlichen Ansätzen.

Im Rahmen der diesjährigen Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) wird die Betrachtung weltweiter Kriminalitätsbrennpunkte aus polizeilicher, kriminalpolitischer und gesamtgesellschaftlicher Sicht im Mittelpunkt stehen. Zusammenhänge sowie Ursache-Wirkungs-Beziehungen sollen analysiert und mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität diskutiert werden. Auch soll die Rolle der deutschen Polizei im Hinblick auf Kooperationsnotwendigkeiten unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Rahmenbedingungen reflektiert werden.

Nach der Eröffnung der Tagung durch BKA-Präsident Jörg Ziercke hält der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, seine Eröffnungsansprache. Um 15:30 Uhr spricht Prof. Dr. Dr. Hans J. Gießmann, Direktor des Berghof Forschungszentrums für konstruktive Konfliktbearbeitung in Berlin, zum Thema „Internationale Brennpunkte der Kriminalität: Ursachen, Entwicklungen, Gegenstrategien“. Im Anschluss referiert Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Sieber, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, über „Ziele, Modelle und Perspektiven eines transnationalen Strafrechts am Beispiel der Europäischen Union“; zum Abschluss des Eröffnungstages gibt Dr. Serge Brammertz, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien, einen Überblick über „Ermittlungen in Krisengebieten“.

BKA-Präsident Jörg Ziercke referiert zu Beginn des zweiten Veranstaltungstages über die internationalen Brennpunkte der Kriminalität. Es folgen Vorträge von Giuliano Zaccardelli, Leiter der Global Security Initiative bei Interpol, zum Thema „Westafrika über OASIS hinaus – Integrativer Ansatz bei Investitionen in den Aufbau von Kapazitäten der Polizei“ und von Bernd Mützelburg, dem Sonderbeauftragten für Afghanistan und Pakistan, zum Thema „Afghanistan und Pakistan – Gefahren und Herausforderungen deutscher Sicherheitspolitik“.
Im Anschluss berichtet Dr. Bernd Eisenblätter, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), über die „Erfahrungen der GTZ aus der Arbeit in Krisenregionen“.
Am Nachmittag schildern Robert Wainwright, Direktor von Europol, und Brian Minihane, Direktor des Operational Police Support bei Interpol, „Internationale Brennpunkte krimineller Aktivitäten und Reaktionsmöglichkeiten“ aus der Perspektive von Europol bzw. von Interpol.
Im Anschluss daran spricht Wolfgang Bosbach, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Innenausschusses, über das „Spannungsverhältnis der Aufgabenwahrnehmung zum Schutz der Inneren und Äußeren Sicherheit“, bevor hochrangige Experten unter der Moderation von Steffen Seibert (ZDF) zum Ende der Tagung im Rahmen einer Podiumsdiskussion ihre Positionen zum Thema „ Bekämpfungs- und Unterstützungsmöglichkeiten im gesamtgesellschaftlichen Kontext“ austauschen.

Am Donnerstag, 26. November 2009, findet während der Tagungspause um 12:15 Uhr eine Pressekonferenz mit BKA-Präsident Jörg Ziercke statt.

Akkreditierungen nimmt die BKA-Pressestelle bis Dienstag, 24. November, 15:00 Uhr, unter der E-Mail-Adresse pressestelle@bka.bund.de entgegen. Bitte geben Sie dabei neben dem Vor- und Zunamen auch das Geburtsdatum an.

Achtung:

Die Veranstaltung findet in diesem Jahr in den Rhein-Main-Hallen, Rheinstraße 20, 65185 Wiesbaden, statt. Wir bitten Sie, beim Eintreffen Ihren Personalausweis bereitzuhalten. Parkplätze stehen an den Rhein-Main-Hallen leider nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Parkmöglichkeiten gibt es unter anderem im Parkhaus Lilien-Carré am Bahnhofsvorplatz für 3 Euro am Tag.

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