Timesharing auf Teneriffa: Bundeskriminalamt warnt vor neuer Betrugsmasche
Vor einer neuen Masche, deutsche
Touristen zu betrügen, warnt das Bundeskriminalamt (BKA)
Teneriffa-Urlauber: Bislang sind 25 Fälle bekannt geworden, in denen bei
deutschen Polizeibehörden Anzeigen gegen eine wahrscheinlich aus Deutschen
und Franzosen bestehende Tätergruppe erstattet wurde. Die Tatverdächtigen
bieten sich als Verkäufer von Wohneigentums-Anteilen an, "kassieren" aber nur die Vorauszahlungen.
In wie vielen Fällen
deutsche Touristen tatsächlich Geldbeträge gezahlt haben
und wie hoch der bislang entstandene
Schaden ist, konnte noch nicht festgestellt werden.
Auf den Kanarischen Inseln haben
viele Deutsche Ferieneigentum im "Timesharing"-Modell erworben, also
Nutzungsrechte für Wohnimmobilien während bestimmter Wochen eines Jahres.
Sollen solche Nutzungsrechte weiterverkauft werden, treten die Täter unter
einem Firmennamen an die Verkäufer heran und bieten die Abwicklung des
Verkaufes an. Für die Vermittlungstätigkeit wird die Überweisung von
Notarkosten auf ein bestimmtes Konto gefordert. Der Verkauf kommt nicht zu
Stande, das Geld wird von den Tätern einbehalten. Eine andere Variante
der Betrügereien besteht darin, dass die Täter für den Verkauf vorab eine
Vermittlungsprovision verlangen, die bei Abschluss des Vertrages durch den
Käufer zurückgezahlt oder, falls es nicht zum Verkauf kommt, vom
angeblichen Vermittler zurück erstattet werden soll. Den Personen, die
ihre Anteile verkaufen wollten, wurden "Anmeldungen zum Verkauf"
übermittelt, in denen sie darauf hingewiesen wurden, dass in der erste
Woche DM 907,-- für "Marktsondierung und Wiederverkauf" und DM 528,-- für
die Folgewochen zu zahlen seien. Auch dabei behielten die Täter das Geld
ein, ohne für einen Verkauf tätig zu werden.
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