| Beim Ländervergleich ist zu beachten, daß ein erheblicher Teil der Täter und auch der Opfer nicht zur Wohnbevölkerung des jeweiligen Tatortlandes gehört. Allein in Hessen wohnen ca. 10 % der Arbeitnehmer in einem anderen Bundesland. Sehr hoch dürfte das Pendleraufkommen auch in den Stadtstaaten sein. Hinzu kommen Touristen, Wohnsitzlose und auch andere Gruppen, die nicht zur Wohnbevölkerung des Tatortlandes gehören, deren Taten jedoch diesem Land angelastet werden. Erkennbar wird bei der polizeilich registrierten Kriminalität insgesamt ein Nord-Süd- und, noch stärker ausgeprägt, ein Ost-West-Gefälle, das sich aber in den letzten Jahren verringert hat. Diese regionalen Unterschiede können nicht allein durch unterschiedliches Anzeigeverhalten erklärt werden. Vielmehr kommen Ursachen wie z.B. günstigere Tatgelegenheiten in Betracht. Empirisch gesicherte Beweise gibt es hierfür aber nicht. |
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