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Technologien

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Moderne Technologien bestimmen immer stärker unser Leben in der heutigen Gesellschaft. Den so entstehenden Herausforderungen an die polizeiliche Arbeit begegnet man im Bundeskriminalamt mit einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftlern, Technikern, Ingenieuren und Kriminalbeamten mit Technikaffinität. Im Technischen Entwicklungs- und Servicezentrum, Innovative Technologien (TESIT) werden aktuelle und künftige Entwicklungen der Technik durch polizeipraktische und wissenschaftliche Technikfolgenabschätzung analysiert. Dabei geht es sowohl um Missbrauchspotenziale auf der Täterseite als auch um Einsatzmöglichkeiten für die Polizeiarbeit.

Um wichtige Informationen zu gewinnen, führt das Servicezentrum Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch, entwickelt neue Methoden und erprobt neue Technologien und Einsatztaktiken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Suche nach Spuren und Beweisen für strafrechtlich relevante Handlungen in Netzen oder Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik und deren beweiserhebliche Sicherung für das Strafverfahren.

Ziel der weitgefächerten Aktivitäten ist es, sowohl vorbeugende Impulse zu geben, etwa durch Beratung zu möglichen technischen Präventionsmaßnahmen, als auch aktuelle Ermittlungsverfahren der Polizei als Servicedienststelle auf technisch hohem Niveau zu unterstützen.

Das Bundeskriminalamt ist in diesem Bereich unter anderem auf folgenden Themengebieten aktiv:

Technologiefrüherkennung

Technologie-Radar

Die rasante und komplexe Entwicklung von Technologien lässt sich nur schwer vorhersagen und verlangt eine intensive Beobachtung. Frühzeitiges Wissen über potenziell relevante Technologien ermöglicht ein aktives Aufgreifen der damit verbundenen Chancen für innovative Einsatz- und Ermittlungstechniken. Zugleich führt das Erkennen von Missbrauchs- und Schadenspotentialen zu neuen Bekämpfungs- und Präventionsansätzen.

Die durch eine systematische und kontinuierliche Beobachtung identifizierten Technologien, werden hinsichtlich ihrer polizeilichen Relevanz genauer analysiert und in speziellen Fällen auch erprobt.

Spezielle Informationstechnologien

Das sich stetig und immer schneller vergrößernde Aufkommen an digitalen Daten stellt eine Herausforderung für die Sicherheitsbehörden dar. Dem muss mit modernen intelligenten Analysemethoden (Information Retrieval, Data-Mining) entgegengetreten werden. Für polizeiliche Bedürfnisse kann dabei nicht immer herkömmliche Software verwendet werden. Oftmals werden daher spezielle Softwarelösungen und Methoden, insbesondere im Hinblick auf die Informationsgewinnung im Internet, selbst entwickelt.

Detektion

Die Erschließung einsatz-tauglicher Verfahren zum Aufspüren von Sprengstoffen, Rauschgiften, Waffen und sonstigen Substanzen mit Strafrelevanz sowie die systematische Erprobung von kommerziell erhältlicher Detektionstechnik gehören zu den Kernaufgaben in diesem Arbeitsbereich.

Einsatz- und Sicherungstechnologie

Das Servicezentrum ist dafür verantwortlich, dass neue technische Entwicklungen in die polizeiliche Aufgabenerledigung integriert werden. Dies beinhaltet auch die Entwicklung eigener und Erprobung fremder polizeispezifischer Anwendungen. Unter anderem werden im Bereich der Sicherungstechnik sondergeschützte Fahrzeuge und Schutzwesten erprobt.
Die polizeilichen Ermittlungen werden mit speziellen technischen Hilfsmitteln und durch Beratung unterstützt.

Biometrie

Biometrie

Die Nutzung individueller biologischer Merkmale (Fingerabdruck, Stimme, Gesicht, Augen etc.) zur Identifizierung einer Person wird bisherige Verfahren immer weiter ablösen. Hier ist die Polizei gefragt, über Chancen und Schwachstellen genau Bescheid zu wissen.

Cybercrime

Die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche mit moderner Technik und Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet bislang ungeahnte Möglichkeiten zur Begehung von Straftaten. Vom Online-Betrug, Phishing, Identitätsdiebstahl, über Ausspähung von Daten bis zur gemeingefährlichen Computersabotage erstreckt sich das Betätigungsfeld der Kriminellen.

Ebenso wird die Begehung von konventionellen Vergehen und Verbrechen durch die Nutzung moderner Techniken erleichtert.

Das Bundeskriminalamt beobachtet den Fortschritt in diesem Bereich sehr intensiv und entwickelt selbst eigene Strategien und Methoden sowohl zur Vorbeugung als auch zur Strafverfolgung. Ein Schwerpunkt liegt in der Suche nach Spuren und Beweisen für strafrechtlich relevante Handlungen in Netzen der Informations- und Kommunikationstechnik und deren beweiserhebliche Sicherung für das Strafverfahren. Aufgrund der Analyse des Modus Operandi werden die Einsatztechniken und -taktiken ständig angepasst.

Computer-Forensik

In Ermittlungsverfahren spielen digitale Spuren in Computern, Kommunikationsgeräten und -netzen eine immer größere Rolle. Das Servicezentrum unterstützt die Ermittlungen bei der Beweissicherung von Datenträgern und bereitet diese für die kriminalistische Auswertung auf.

Die Tätigkeiten erfolgen im Rahmen des Qualitätsmanagements und sind entsprechend nach DIN 17025 und 17020 akkreditiert. Auf dem Feld der Computer-Forensik reklamiert das Bundeskriminalamt eine Vorreiterrolle für die Polizei, in Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Stellen wird intensiv Forschung und Entwicklung betrieben.

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