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Das Kriminaltechnische Institut (KT)

Kriminaltechnik

Im Mittelpunkt jeder kriminaltechnischen Arbeit steht der Sachbeweis. Mit vielfältigen kriminaltechnischen Untersuchungen entschlüsselt das KTI die unterschiedlichsten an Tatorten sichergestellten Spuren und unterstützt auf diese Weise polizeiliche Ermittlung und Fahndung. Die Kriminaltechnik steht für eine einzigartige Synthese verschiedenster Disziplinen vom gesamten Spektrum der Naturwissenschaften bis hin zu geisteswissenschaftlichen Fächern wie Phonetik, Linguistik oder Schriftvergleichung. Interdisziplinarität als das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Fachrichtungen wird hier erfolgreich getragen vom gemeinsamen Ziel ganzheitlicher Spurenuntersuchung zur bestmöglichen Bekämpfung von Kriminalität.

Der Justiz liefert die Kriminaltechnik mit der Erstellung von Gutachten und deren Erstattung vor Gericht die inzwischen unverzichtbaren wissenschaftlich-technischen Expertisen, die mit größtmöglicher Objektivität zur rechtskräftigen Verurteilung von Straftätern oder aber Entlastung von Unschuldigen eingesetzt werden. Die Verantwortung des kriminaltechnischen Gutachters ist immens und stellt höchste Qualitätsanforderungen an seine Arbeit. Dabei ist nicht nur das von den Experten der unterschiedlichen Fachrichtungen vorgehaltene Wissen von Bedeutung. Auch die im KTI geführten, vielfach international vernetzten Informationssysteme und Sammlungen, mit deren Hilfe es gelingt, Zusammenhänge festzustellen und Täter zu identifizieren, sind von unschätzbarem Wert.

In der erfolgreichen Arbeit der Kriminaltechnik sind Qualität und Innovation von höchster Priorität. Noch vor Jahren waren viele der heute eingesetzten Verfahren, wie zum Beispiel die molekulargenetische Untersuchung telogener Haare oder die kriminalistische Nutzung von Tier- und Pflanzen-DNA, weitgehend unbekannt. Heute sind sie selbstverständlich. Eine stetige Weiterentwicklung von Verfahren auf der Basis der täglichen Fallarbeit, aber auch die aktive Mitarbeit an nationalen und internationalen Forschungsprojekten eröffnen der kriminaltechnischen Untersuchung und damit auch der Strafverfolgung immer neue Möglichkeiten der Kriminalitätsbekämpfung. Weitsicht und Forschungsinteresse kommen ferner der Prävention zugute. So hat das KTI wertvolle Beiträge im Rahmen der Integration biometrischer Daten in Ausweisdokumente geleistet. Im Zusammenhang mit der Bekämpfung des internationalen Terrorismus wird kontinuierlich an neuen Möglichkeiten der Detektion von Sprengstoffen geforscht.

Die Einrichtung eines zeitgemäßen Qualitätsmanagements sowie die Akkreditierung des Instituts sind nach außen sichtbare Zeichen fortschrittlichen Denkens und der Verpflichtung gegenüber Leistung und Aktualität in Forschung und Wissenschaft. National wie international hat das KTI in diesen Bereichen eine Führungsrolle eingenommen.

Spätestens seit dem 11. September 2001 sind die Grenzen nationaler und internationaler Sicherheit fließend geworden. In aktiver Mitarbeit an kriminaltechnischen Netzwerken, internationalen Forschungsprojekten, bei der Unterstützung ausländischer Polizeien, aber auch in konkreter Hilfeleistung wie im Falle der Tsunami-Katastrophe in Südost-Asien, deren Aufarbeitung Angehörige des KTI mit hohem persönlichen Einsatz unterstützt haben, hat sich das KTI weltweit als kompetenter und zuverlässiger Kooperationspartner etabliert.

Die Erwartungen und Anforderungen an die Kriminaltechnik werden in Zukunft durch eine sich verändernde Kriminalität sowie die rasante Entwicklung von Wissenschaft und Technik weiter steigen. Das KTI mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt sich diesen Aufgaben, zur Stärkung der inneren Sicherheit und stetigen Verbesserung des Sachbeweises.

weitere Informationen zur Arbeit des Kriminaltechnischen Instituts

Kurzinformation zur Abteilung "Kriminaltechnisches Institut"



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