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Rauschgiftkriminalität

Rauschgift

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist auf den drittniedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken. Im Jahr 2009 kamen 1.331 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben, ein Rückgang um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1.449).
Überdosen von Heroin und Mischkonsum von Heroin mit anderen Drogen sind immer noch die häufigsten Todesursachen. Weiter angestiegen sind die Todesfälle aufgrund gesundheitlicher Langzeitschädigungen. Ihr Anteil ist von 11 Prozent (2006) auf rund 20 Prozent (2009) der Verstorbenen angestiegen.

Dazu erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans:
"Der Rückgang im vergangenen Jahr zeigt, dass die Drogentodeszahlen langfristig sinken. Diese Entwicklung bestätigt, dass die Angebote zur gesundheitlichen Versorgung für Drogenabhängige notwendig sind und eine Überlebenshilfe darstellen. Unverzichtbare Hilfs- und Behandlungsangebote sind deshalb: Maßnahmen zur Schadensreduzierung, wie die qualitätsgestützte Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Buprenorphin, Drogenkonsumräume, Spritzentausch und Kontaktläden sowie die diamorphingestützte Behandlung, die derzeit in die Regelversorgung überführt wird."

Afghanistan ist weiterhin Hauptursprungsland des in Europa und in Deutschland gehandelten Heroins. Die so genannte Balkanroute spielt beim Schmuggel von Heroin südwestasiatischer Herkunft - insbesondere aus Afghanistan über die Türkei nach Westeuropa und damit auch nach Deutschland - weiterhin eine herausragende Rolle.
Im Bereich des international organisierten Kokainschmuggels zeichnet sich ebenfalls keine Entspannung ab. Neben den USA bleibt vor allem Europa Absatzmarkt für Kokain aus Südamerika. Ost- und südosteuropäische Seehäfen haben dabei an Bedeutung gewonnen.

BKA Präsident Jörg Ziercke:
"Sowohl das Beispiel Afghanistan für Heroin als auch das Beispiel Südamerika für Kokain zeigen, dass der Hebel zur Bekämpfung der Drogenkriminalität nach wie vor in den Herkunftsländern anzusetzen ist. Nur wenn es uns gelingt, die Rauschgiftproduktion in den Herkunftsländern zu unterbinden, können wir den Zufuhrdruck nach Europa und Deutschland nachhaltig schwächen.
Ziel ist es, unsere polizeilichen Gegenmaßnahmen - mehr noch als bisher - im Rahmen unserer Vorverlagerungsstrategie in Kooperation mit den Behörden vor Ort zu verstärken. Die Doppelstrategie ist dabei zum einen auf die Bekämpfung der Produktion als auch auf die Unterbindung der Zufuhr von Chemikalien ausgerichtet. Denn ohne Chemie gibt es kein Heroin oder Kokain."

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