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Wissenschaftliche Kriminaltechnik

Die Aufklärung von Straftaten und die anschließende Beweisführung werden durch Erkenntnisse aus Naturwissenschaft und Technik wesentlich erleichtert oder gar erst möglich gemacht. Aufgrund wissenschaftlicher Forschungsergebnisse und mittels modernster Geräte können Spuren gefunden und ausgewertet werden, die als objektiver Sachbeweis weitaus verlässlicher sind als etwa Zeugenaussagen. Die Abteilung "Kriminaltechnisches Institut" des BKA verfügt über die erforderlichen technischen und naturwissenschaftlichen Einrichtungen, um auf Anforderung von Polizeidienststellen, Staatsanwaltschaften und Gerichten entsprechende Gutachten in Strafverfahren erstellen zu können.

In der Kriminaltechnik wird aber auch anwendungsbezogene Forschung mit dem Ziel betrieben, die bisherigen Untersuchungsverfahren kontinuierlich zu verbessern und neue Untersuchungsverfahren zu etablieren. Aktuelle naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse werden für die Kriminaltechnik nutzbar gemacht. Das BKA erfüllt auch in diesem Bereich seine Zentralstellen- und Koordinierungsfunktion, indem es eng mit den Landeskriminalämtern, die eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen, sowie mit kriminaltechnischen Instituten im Ausland zusammenarbeitet.

Wichtige Aufgabe der Kriminaltechnik ist es auch, zentrale Sammlungen (z.B. Schusswaffen, Munition und Personaldokumente aus Straftaten, aber auch Musterstücke) aufzubauen und ständig zu aktualisieren. Diese Daten stehen der Polizei zur Identifizierung von Personen oder Sachen zur Verfügung.

Waffenschrank

In den zwanzig Untersuchungsbereichen (z. B. Physikalisches und Chemisches Zentrallabor, Ballistik, DNA-Analytik, Urkundenprüfung, Sicherungstechnik, Sprechererkennung, Handschriften-Untersuchung) werden jedes Jahr über 14.000 Gutachten und Untersuchungsberichte erstattet und ggf. vor Gericht vertreten. In besonders gelagerten Fällen werden auch Gutachten für Polizeidienststellen und Gerichte anderer Staaten in der ganzen Welt erstattet.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kriminaltechnischen Instituts sind auf den Gebieten Biologie, Chemie, Linguistik, Pharmakologie, Phonetik, Physik und Psychologie sowie als Ingeneurinnen bzw. Ingenieure und in technischen Bereichen der unterschiedlichsten Fachrichtungen tätig. Sie schulen Polizeiangehörige des In- und Auslandes und unterrichten in Speziallehrgängen für Ermittlungsbeamtinnen und -beamte.



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