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Zahlungskartenkriminalität

EC-Kartenchip

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Phänomenen im Bereich der Zahlungskartenkriminalität:

1) Straftaten mit Einsatz von gefälschten Zahlungskarten

2) Straftaten mit Einsatz von Zahlungskartendaten (card-not-present-Fraud)

1) Straftaten mit Einsatz von gefälschten Zahlungskarten

Durch die Täter werden sowohl echte Zahlungskarten missbräuchlich eingesetzt (z.B. nach Diebstahl) als auch gefälschte Zahlungskarten. Hierbei werden die Zahlungskartendaten auf eine handelsübliche magnetstreifenbasierte Plastikkarte übertragen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Einsatz dieser gefälschten Zahlungskarten. Der Einsatz von gefälschten Zahlungskarten erfolgt in Warengeschäften und an Geldautomaten.

Seitens des BKA kann bestätigt werden, dass die hier vorliegende Bearbeitungszeit erfahrungsgemäß nicht ungewöhnlich für eine derart technisch komplexe Auswertung ist.

Wie gelangen die Täter an meine Zahlungskartendaten?
Die Täter bringen sogenannte Skimming-Geräte ("skimming" engl. für „abschöpfen“) an Geldautomaten und PoS-Terminals (Point-of-Sale, Geräte mit denen an Kassen mit der Zah-lungskarte bezahlt wird) an. Diese Geräte lesen den Magnetstreifen der Zahlungskarte aus und speichern diesen. Über zusätzliche Geräte wie Minikameras oder aufgesetzte Alu-PIN-Pads wird die PIN-Eingabe aufgezeichnet.

Wie kann man sich schützen?
Durch erhöhte Sensibilität bei der Bedienung des Automaten, da die Skimming-Geräte häufig versteckt durch die Täter an oder in den Geldautomaten und PoS-Terminals angebracht wer-den.

Können die gefälschten Karten mit Daten europäischer Zahlungskarten in Deutschland einge-setzt werden?
Nein, seit Einführung des EMV-Chips im Februar 2013 können die gefälschten Karten im SEPA-Raum nicht mehr eingesetzt werden. Missbräuchliche Transaktionen mit diesen Zah-lungskarten finden deshalb nur im außereuropäischen Raum statt.

2) Straftaten mit Einsatz von Zahlungskartendaten [card-not-present-Fraud]
Hierbei handelt es sich um ein zunehmend stärker verbreitetes Phänomen. Die Täter nutzen die Anonymität des Internets, um unbehelligt gestohlene Kreditkartendaten in Online-Shops zur Erlangung von Dienstleistungen und Waren einzusetzen. Um nicht selbst offen in Er-scheinung zu treten, werden häufig sogenannte Warenagenten eingesetzt. Diese oft leicht-gläubig angeworbenen Personen lassen sich die Waren liefern und verschicken sie ins Aus-land weiter.

Wie gelangen die Täter an meine Zahlungskartendaten?
Entweder bekommen die Täter die Daten durch die Geschädigten selbst durch Phishing-Mails oder manipulierte Webseiten oder durch Hacking-Angriffe auf im Zahlungsverkehr involvier-te Unternehmen.

Wie kann ich mich schützen?
Geben Sie ihre Zahlungskartendaten nie leichtfertig im Internet preis. Vertrauen Sie nur Mail-Absendern, die sie kennen, insbesondere wenn anhängende Dokumente oder Links mitgesen-det werden.

Lagebilder Zahlungskartenkriminalitaet

Das Bundeslagebild "Zahlungskartenkriminalität" enthält in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Zahlungskartenkriminalität.
Es erstreckt sich ausschließlich auf Debit- und Kreditkarten (zusammengefasst als Zahlungskarten bezeichnet). Das Phänomen des Diebstahls digitaler Daten von Zahlungskarten und deren anschließender Verwertung im Internet wird zudem im "Bundeslagebild IuK-Kriminalität 2009" dargestellt.



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