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Das BKA

Ständige Veränderungen der Erscheinungsformen der Kriminalität stellen, lokal ebenso wie global, immense Anforderungen an die Polizei. Die Entwicklung des Bundeskriminalamtes (BKA) als der Kriminalpolizei des Bundes kann dabei nicht losgelöst von den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen sowie dem jeweiligen technischen Fortschritt gesehen werden.

Um jederzeit eine kompetente Aufgabenerledigung zu gewährleisten, begegnet das BKA den aktuellen Herausforderungen mit Kontinuität in den Grundwerten und im Selbstverständnis, bei gleichzeitig ständiger Überprüfung und Anpassung seiner Arbeitsmethoden und Organisationsstrukturen.

Die Ausrichtung beziehungsweise der damit verbundene Auf- und Ausbau des BKA waren und sind dabei orientiert an der nationalen und internationalen Kriminalitätsentwicklung und der spezifischen Rolle innerhalb der bestehenden Sicherheitsarchitekturen in Deutschland, Europa und der Welt:

Haupthaus des Bundeskriminalamtes am Standort Wiesbaden nach der Fertigstellung 1953Haupthaus des Bundeskriminalamtes am Standort Wiesbaden nach der Fertigstellung 1953

Waren die frühen Jahre des BKA seit seiner Gründung im Jahr 1951 gekennzeichnet durch seinen Aufbau als nationale polizeiliche Zentralstelle und die internationale Zusammenarbeit, so bestimmte in den 70er und 80er Jahren der Terrorismus der "Rote Armee Fraktion" nicht nur das Geschehen im BKA, sondern hielt die ganze Bundesrepublik Deutschland in Atem. Neben der Terrorismusbekämpfung galt das Hauptaugenmerk ab Mitte der 80er Jahre vornehmlich der Bekämpfung des ansteigenden internationalen illegalen Drogenhandels und der sich ausbreitenden organisierten Kriminalität. Die Wiedervereinigung Deutschlands in einem zusammenwachsenden Europa war kennzeichnend für die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Der Start in das neue Jahrtausend ist für das BKA zum einen durch den rasanten Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologien geprägt, deren Möglichkeiten sich auch Straftäter in steigendem Maß zu Nutze machen. Zum anderen ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 die Bekämpfung des internationalen Terrorismus weltweit in den Mittelpunkt der Sicherheitspolitik gerückt.

Insbesondere dieser internationale Terrorismus stellt die Sicherheitsbehörden national wie international vor eine große Herausforderung. Das Phänomen erforderte ein Überdenken unserer eigenen Organisation und des Zusammenspiels mit anderen Akteuren der Sicherheitsarchitektur. Die daraus unter anderem resultierende Neuorganisation der Abteilung Staatsschutz des BKA stärkt deutlich unser Ermittlungspotential. So ist durch die Einrichtung des "Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums" (GTAZ) am Standort Berlin im Dezember 2004, in dem behördenübergreifend Informationen zum internationalen Terrorismus zusammengeführt und analysiert werden, dessen Bekämpfung einen weiteren wesentlichen Schritt nach vorne gekommen.
Ergänzt werden diese Maßnahmen durch die Neugründung der Abteilung Internationale Koordinierung im Januar 2005, durch die insbesondere die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern verbessert wurde.

Eine aktuelle Herausforderung besteht in der Fortentwicklung des polizeilichen Nachrichten- und Datenaustausches, innerhalb der deutschen Polizeibehörden ebenso wie im europäischen Kontext, mit dem Ziel einer zukunftsorientierten Zentralstelle BKA als Netzknoten bei der erfolgreichen Bekämpfung neuer wie herkömmlicher Kriminalität.

Hinter der erfolgreichen Aufgabenerledigung stehen mehr als 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 70 verschiedenen Berufsgruppen, die mit Engagement und Kreativität den hervorragenden Ruf des BKA in aller Welt als kompetenter Partner bei der Kriminalitätsbekämpfung prägen.

Ich bin überzeugt, dass das BKA als ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland mit seiner zukunftsorientierten Ausrichtung auch für die anstehenden Aufgaben unserer Zeit gut gerüstet ist!

Ihr
Jörg Ziercke
Präsident des Bundeskriminalamtes



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