Periodischer Sicherheitsbericht
Der von einem Gremium aus Wissenschaftlern, Ministeriums- und Behördenvertretern erstellte Periodische Sicherheitsbericht bietet ein Gesamtbild der Kriminalitätslage in Deutschland und dient somit als wichtiges Instrument der Politikberatung und als hilfreiche Quelle für die Praxis repressiver und präventiver Kriminalitätsbekämpfung.
Der erste Bericht hat den Schwerpunkt auf das Thema "Jugendliche als Opfer und Täter" gelegt. Daneben wurde der erste Bericht nach folgendem Aufbau konzipiert: Nach einer allgemeinen Darstellung der Kriminalität und ihrer Ursachen wird die Entwicklung in einzelnen Deliktsbereichen veranschaulicht. Zu diesem Zweck werden Erkenntnisse zur Opferwerdung und Kriminalitätsfurcht, zum Anzeigeverhalten, zur Ermittlungs- und Verurteilungspraxis sowie zur Vollstreckung und Rückfälligkeit zusammengeführt. Dabei werden nicht nur die "klassischen" Themen wie Gewalt- und Eigentumskriminalität aufgegriffen, sondern auch neuartige Erscheinungsformen der Kriminalität wie Organisierte Kriminalität und Internetkriminalität behandelt. An diesen deliktsbezogenen Teil des Berichtes schließen sich Ausführungen zur strafrechtlichen Verfolgung von Kriminalität an. Die einzelnen Stufen der strafrechtlichen Reaktion, ausgehend vom staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren bis zur justiziellen Erledigung des Verfahrens, werden systematisch nachgezeichnet und auf der Basis der vorhandenen Datenquellen dargestellt. Überlegungen und Erkenntnisse zur Kriminalprävention und zur Kriminalitätskontrolle schließen die Darstellung der Kriminalitätslage ab. Das Schlusskapitel bilden die rechts- und kriminalpolitischen Schlussfolgerungen der Bundesregierung.
Der zweite Bericht führt methodisch den für den ersten Periodischen Sicherheitsbericht gewählten Ansatz fort. Die aktuellen Erkenntnisse aus den amtlichen Datensammlungen, insbesondere der PKS und der Strafrechtspflegestatistiken, werden zusammengefasst, mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen zu Erscheinungsformen und Ursachen von Kriminalität verknüpft sowie um Erkenntnisse aus der Opferperspektive ergänzt. Alle verwendeten Daten sind mit den Bundesländern abgestimmt, ihre Analyse bezieht sich auf Deutschland insgesamt. Zeitlich konzentriert sich die Untersuchung auf die Kriminalitätsentwicklung seit 1999. Unterteilt in sieben Kapitel, werden im Bericht verschiedene Deliktsbereiche, Täter- und Opfergruppen sowie die Kriminalitätskontrolle durch Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte untersucht. Das abschließende Kapitel widmet sich der Kriminalprävention. Anders als die Vorauflage verzichtet der zweite Periodische Sicherheitsbericht auf ein Schwerpunktthema.
Stattdessen wird an geeigneter Stelle der Sicherheit auf öffentlichen Straßen und Plätzen besondere Aufmerksamkeit zuteil. Neu aufgenommen wurde unter diesem Aspekt auch ein Kapitel zur Straßenverkehrsdelinquenz; ferner findet sich ein Abschnitt über die Kriminalität im internationalen Vergleich. Ebenso werden erstmals Sicherheitsgefühl und Kriminalitätsfurcht in Deutschland untersucht und bewertet.
Der erste Periodische Sicherheitsbericht wurde im Jahr 2001, der zweite Periodische Sicherheitsbericht im Jahr 2006 veröffentlicht.
Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 2006
| Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 2006 Deutsche Kurzfassung Download (pdf/1916 KB)Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 2006 |
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| Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 2006 Deutsche Langfassung, Gesamtausgabe Download (pdf/12416 KB)Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 2006 |
Erster Periodischer Sicherheitsbericht 2001
| Erster Periodischer Sicherheitsbericht 2001 Deutsche Kurzfassung Download (pdf/430 KB)Erster Periodischer Sicherheitsbericht 2001 |
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| Erster Periodischer Sicherheitsbericht 2001 Deutsche Langfassung Download (pdf/5048 KB)Erster Periodischer Sicherheitsbericht 2001 |





