Forschungsprojekt Foto-Fahndung

Das Bundeskriminalamt
bittet um
Ihre Unterstützung
beim Test biometrischer Gesichtserkennung
Oktober 2006 - Januar 2007

Wozu Biometrie?
Biometrie ermöglicht die automatisierte Wiedererkennung von Personen anhand von individuellen Körpermerkmalen. Das Bundeskriminalamt (BKA) untersuchte bereits erfolgreich den Einsatz biometrischer Gesichtserkennungssysteme für die Zutrittskontrolle. Nun soll auch untersucht werden, ob moderne Gesichtserkennungssysteme die Polizei bei der Suche nach bestimmten Personen unterstützen können. Künftige Anwendungen dieser Technologie wären beispielsweise das Auffinden hilfloser Personen oder die Erkennung polizeilich gesuchter Personen (z.B. Hooligans auf dem Weg ins Fußballstadion).

Was ist das Ziel?
Das Forschungsprojekt soll zeigen, ob gesuchte Personen zuverlässig automatisch erkannt werden können.

Wo findet der Test statt?
Die Eingangshalle des Hauptbahnhofes Mainz bietet ein geeignetes Testszenario. Personen, die nicht von den Testsystemen aufgenommen werden möchten, können entsprechend ausweichen. Den Aufnahmebereich unserer Kameras sehen sie hier.

Wer macht mit?
Hoffentlich Sie! Für eine erfolgreiche Durchführung werden 200 Freiwillige gesucht, die die Eingangshalle des Hauptbahnhofs Mainz während der Testphase von 12 Wochen regelmäßig (wenn möglich einmal pro Werktag) passieren.

Wie funktioniert der Test?
Um die Produkte verschiedener Hersteller unter realistischen Bedingungen zu testen, werden Fotos von Testteilnehmern in den Systemen gespeichert. Die Gesichter sollen automatisch in der Menschenmenge am Bahnhof wieder erkannt werden. Hierzu werden die Kameras der Testsysteme auf einen Teil der Treppen der Eingangshalle ausgerichtet. Diese nehmen die Passanten beim Durchqueren der Eingangshalle in Richtung Ausgang auf. Als zusätzliches Hilfsmittel für die spätere Auswertung der Ergebnisse kommt Transpondertechnik zum Einsatz.

Wer führt die Untersuchungen durch?
Das BKA führt das Forschungsprojekt durch. Im BKA ist das Kriminalistische Institut für das Forschungsprojekt verantwortlich.

Welcher Aufwand kommt auf Sie zu, wenn Sie teilnehmen?
Von jedem Testteilnehmer wird ein Foto gemacht. Die Aufnahme erfolgt nach Terminabsprache am Bahnhof Mainz durch Mitarbeiter des BKA. Der Gesamtzeitaufwand wird auf ca. 10 Minuten geschätzt. Für den Testzeitraum von Oktober 2006 bis Januar 2007 erhalten Sie einen Transponder, den Sie beim Durchqueren der Eingangshalle des Hauptbahnhofes bei sich tragen müssen.

Welche Daten werden gespeichert?
Von den Testteilnehmern werden Bilder in den biometrischen Systemen gespeichert. Zusätzlich werden alle den Überwachungsbereich durchquerenden Personen auf Video aufgezeichnet sowie die Seriennummer des Transponders der Testteilnehmer mit aktueller Uhrzeit zu Kontrollzwecken protokolliert. Die biometrischen Systeme speichern die Gesichtsbilder erkannter Personen ab. Dies kann auch nicht beteiligte Personen betreffen. Die aufgenommenen Daten werden auf einen Rechner im Kriminalistischen Institut des Bundeskriminalamtes übertragen, um die Erkennungsleistungen der biometrischen Testsysteme bewerten zu können.

Wie lange werden die aufgenommenen Daten gespeichert?
In Übereinstimmung mit datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden die Aufzeichnungen unbeteiligter Personen nach spätestens 48 Stunden gelöscht. Videoaufzeichnungen, Bild- und Bewegungsdaten aller Testpersonen werden spätestens nach Projektabschluss gelöscht.

Wer hat Zugriff auf die Daten?
Ausschließlich die am Forschungsprojekt unmittelbar beteiligten Mitarbeiter des BKA haben Zugriff auf die gesammelten Daten. Es existiert keine Verbindung zu echten polizeilichen Fahndungsdaten.

Was erhalten Sie für Ihre Teilnahme?
Für eine regelmäßige Teilnahme erhalten Sie nach Ende der Testphase ein attraktives Präsent, dass Sie nach erfolgter Registrierung aus einer Auswahl aussuchen können.

Wenn Sie Fragen haben oder als Freiwilliger an diesem Forschungsprojekt teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des BKA am Informationsstand in der Eingangshalle.
Vielen Dank für Ihr Interesse.

Kontakt:
 

Für Teilnehmer:
Bundeskriminalamt Wiesbaden
KI 16
65173 Wiesbaden
E-Mail: foto-fahndung@bka.bund.de
Internet: www.bka.de
Tel.: +49 (0)611 55 1 44 77
Mo-Fr 10:00 – 14:00

Für Medienvertreter:
Bundeskriminalamt Wiesbaden
Pressestelle
Referat LS 2
65173 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 55 - 13083
Fax: +49 (0)611 55 - 12323
E-Mail: pressestelle@bka.bund.de

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